ABUSE FORM
Ökonomie der Musikindustrie (Repost)
Posted By :
konarskos
|
Date :
20 Jan 2012 07:11:55
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0
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Michel Clement, Oliver Schusser, Dominik Papies - Ökonomie der Musikindustrie
G ,a_bl .r | ISBN: 3835006851 | 2008-11-13 | PDF | 262 pages | 1.56 Mb
G ,a_bl .r | ISBN: 3835006851 | 2008-11-13 | PDF | 262 pages | 1.56 Mb
Das Buch bietet eine Sammlung von fachspezifischen Artikeln von Autoren, die jeweils Experten für das abzuhandelnde Problem sind. Die Autoren selbst werden im letzten Teil des Buches auch noch einmal kurz vorgestellt.
Die Autoren gehen auf die aktuelle Lage der Musikindustrie ein. Dabei haben sie darauf geachtet, einen logischen Aufbau des Buches beizubehalten. So steht am Anfang die ökonomische Analyse der Musikindustrie. In diesem Kapitel findet sich zum Beispiel der für mich sehr interessante Artikel "Netzeffekte und Lebenszyklen von Musik", der die Frage klärt, welcher Song bei welchen Hörern für welche Dauer Anklang und somit Absatz findet.
Nachdem diese Grundlagen gelegt sind, geht es im dritten Kapitel weiter mit dem Management von Musik. Dabei werden die wichtigsten Bereiche abgehandelt, nämlich Wertschöpfungskette, A&R, Recording und Production, Marketing und Sales und nicht zuletzt der Vertrieb. Gerade zum letzten Thema bietet das Buch einige erhellende Passagen für Online-Distribution von Musik, die Zukunft gebündelter Angebote (Musik-Alben) in physischer und nicht-physicher Form.
Das vierte Kapitel befasst sich mit den neuen Technologien im Musikbereich. Hier wird noch einmal das Thema Distribution über das Internet und P2P-Techniken vertieft. Auch das Digital-Rights-Management wird hier unter vertriebstechnischen Gesichtspunkten beleuchtet.
Das Buch wendet sich in vorliegender Form sicher nicht an den Hobby-Musiker, der sich einen ersten Überblick über das Musikbusiness verschaffen möchte. Man merkt deutlich, dass die Herausgeber und Autoren keine Scheu davor haben, Fachtermini zu verwenden, ohne diese auch nur in einer Fußnote zu erklären. Dies hat zunächst den Nachteil, dass der geneigte Leser einiges an Querstudium einschieben muss, will er den Text auch wirklich verstehen. Weniger Probleme dürften BWL-Erprobte haben. Auf der anderen Seite eignet man sich auf diese Weise zugleich ein entsprechendes Fachvokabular an und kann in etwaigen späteren Diskussionen und Verhandlungen mitreden, ohne dauernd nachfragen zu müssen.
Wer Fachtermini nicht scheut, dem bietet das Buch einen Anhalt dafür, in welcher Phase sich die Musikindustrie derzeit befindet. Interessant dürfte das Buch vor allem für diejenigen sein, die sich mit dem Gedanken tragen als einer der "Player" in der Musikindustrie Fuß zu fassen. Es finden sich in diesem Buch mehrere Hinweise darauf, an welchen Stellen der Musikindustrie - insbesondere im Bereich der Online-Distribution - derzeit noch Nischen zu besetzten sind.
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