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Dangerous Davis, der letzte Deteketiv

Posted By : silviaki | Date : 01 Jan 2009 17:16:00 | Comments : 1 |
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Dangerous Davis, der letzte Detektiv

Leslie Thomas «Dangerous Davis, der letzte Detektiv»
DuMont Buchverlag| ISBN: 3770123557 | 1995 | PDF | 260 pages | 1,8 Mb



Dies ist die Geschichte eines Mannes, dem ein unaufgeklärter,
25 Jahre zurückliegender Mord an einer jungen Frau keine
Ruhe l i eß. . .
Der Mann war ein Sonderling, versoffen, häufig ratlos, und
man lachte ihn gern aus - alles schlechte Eigenschaften für einen
Detektiv. Aber er war auch geduldig und hartnäckig. Die Leute
nannten ihn Dangerous Davies - denn er galt als ungefährlich.
Bei der Londoner Polizei hieß er intern nur DER LETZTE DETEKTIV,
weil er immer erst dann eingesetzt wurde, wenn die Aufgabe besonders
gefahrvoll war oder sonst niemand da war, den man hätte
schicken können.

Über dem Friedhof wurde es hell. Der Tag brach unvermittelt
an - die Dämmerung fiel anscheinend aus - und beleuchtete
eine nicht besonders aufregende Szene. Ein Goldregenbaum
tropfte beharrlich vor sich hin, Katzen strichen nach Hause, und
der Schläfer auf dem Grab des seligen Basil Henry Weggs, vormals
Bürger dieser Gemeinde (>Er liebte alle Menschen<), reckte
und streckte seine schmerzenden Glieder mit Bitterkeit im Herzen.
Die ganze Nacht über hatte er vergeblich gewacht. Niemand
hatte versucht, den Friedhof in die Luft zu sprengen.
Nicht, daß er das wirklich erwartet hätte. Es wäre nicht nur
sinnlos, sondern auch schwierig, ja praktisch unmöglich zu bewerkstelligen
gewesen. Aber schließlich mußte in irgendeiner
sichtbaren Form auf den gekritzelten Zettel mit der Drohung, den
jemand beim Polizeirevier abgegeben hatte, reagiert werden, und
natürlich hatten sie ihn dazu losgeschickt. Es war eine zwar unbequeme,
aber nicht besonders unheimliche Nacht geworden. In
seinen braunen langen, dicken Wintermantel eingehüllt und auf
dem harten Grabstein ausgestreckt, hatte Davies sich vorzustellen
versucht, wie es hier wohl am Morgen des Jüngsten Tages zugehen
würde. Er malte sich aus, wie sich die Grabsteine ächzend
auftun würden, sah die Insassen herausklettern und sich die Augen
reiben. Aber nichts war passiert, was ihn nicht sonderlich
überraschte - er war wohl nicht dazu auserkoren, jemals bei einer
großen Sache dabeizusein.




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Posted By: silviaki Date: 02 Jan 2009 06:08:24
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