ABUSE FORM
Gulla auf dem Herrenhof - Gulla, benimm dich!
Posted By :
silviaki
|
Date :
01 Jan 2009 17:53:00
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Comments :
1
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Martha Sandwall-Bergström «Gulla auf dem Herrenhof - Gulla, benimm dich!»
Wiener Verlag | ISBN: N/A | PDF | 291 pages | 3,4 Mb
Jeden Morgen kamen die Kinder die Hallentreppe in wohlgeordneter
Reihe hinabgetrippelt, nett gekleidet, das Haar mit
Wasser gekämmt, und mit Wangen, die infolge gründlicher
Behandlung mit Seife, Wasser und Handtuch nur so glänzten.
Sie knicksten und verbeugten sich, trappelten und guckten.
»Guten Morgen, gnädiger Herr«, grüßte Johannes, während
er sich so tief und demütig neigte, daß ihm das feuerrote Haar
über die Nase fiel.
»Guten Morgen«, lispelten die Zwillinge Willi und Vera. Sie
hielten einander fest an den Händen, groß und ängstlich blickten
ihre Augen unter den flachsblonden Schöpfen hervor. Sie knicksten
und verbeugten sich, verbeugten sich und knicksten, denn
sie konnten nie auseinanderhalten, wer das eine und wer das
andere tun sollte.
»Guten Morgen, guten Morgen«, rief Lada mit lauter Stimme,
denn je ängstlicher ihm zumute war, um so selbstsicherer suchte
er zu erscheinen.
»Mo'n, Mo'n«, piepste die Kleine mit Knicksen, Verbeugen
und Gehopse. Ihre flinken eichkätzchenbraunen Augen huschten
im Zimmer umher. Sie machte einen Diener vor dem Gutsherrn,
dem Elchkopf an der Wand und dem Bärenfell auf dem
Fußboden. »Mo'n, Mo'n, allesammen!« Die Kleine verneigte sich
auch vor der Schwarzwälder Uhr in der Ecke und vor dem
merkwürdigen »Tillefon«, in dessen schwarzlackiertem Bauch ein
kleiner Troll wohnte, der mit wunderlicher Stimme wie von
weither antwortete, wenn man die Kurbel drehte und den Hörer
abhob. »Mo'n, Mo'n!« Es war am besten, zum einen ebenso
höflich zu sein wie zum anderen.
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