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G.R.S Mead - Die Lehre vom feinstofflichen Körper in der westlichen Tradition
Posted By :
mighty-joy
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Date :
05 May 2009 23:38:31
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G.R.S Mead - Die Lehre vom feinstofflichen Körper in der westlichen Tradition
Ansata-Verlag, Interlaken | ISBN: 3715701501 | 1991 | 152 Pages | PDF | 1.1 MB
Haben uns die Philosophen und Philologen, die sich mit der antiken Kultur befassten, etwas verschwiegen? Oder haben sie als Gefangene eines Wissenschaftssystems, das oft auf einem naiven Rationalismus und Realitätsglauben basiert, es schlicht übersehen? Jedenfalls bringt Mead in seiner Abhandlung etwas ans Licht, an dem keiner, der sich mit Esoterik, Philosophie oder Anthropologie beschäftigt, vorbeigehen kann: die Tradition von der feinstofflichen Verkörperung der Seele, die als fester Bestandteil der antiken Philosophie und Religion gilt.
Das vorliegende Buch, 1919 erstmals erschienen, verfolgt die Spuren der Lehre von einem subtilen Geistkörper von den Epen Homers über die Werke von Pythagoras, Platon, Aristoteles bis hin zu den Schriften der Gnosis und des Neuplatonismus. In klugen, detaillierten Quellenstudien weist es nach, welch hohe Bedeutung diese Lehre in der abendländischen Tradition besitzt. Ferner liefert sie Anhaltspunkte für den göttlichen Ursprung des Menschen.
Die in der Orphik wurzelnden Auffassungen der Platonischen Schule und der Neuplatoniker unterscheiden zwischen zwei verschiedene Ausprägungen des Feinkörpers: dem zur Erde nieder ziehenden Geistkörper und dem Strahlenkörper, der als sternengleiches, ewiges Vehikel aus dem Himmel stammt. Der Leser spürt noch die Ergriffenheit eines Plotin, Porphyrios oder Philoponus, wenn sie die Inkarnation der unsterblichen Seele schildern, die sich mit dem wasserschwebenden Geist zu einer Wolke, dem physischen Körper, verdichtet.
Im frühen Christentum findet der heftige Streit um die Natur des Auferstehungskörpers statt: Für die Materialisten um Tertullian kann nur der ungewandelte physische Leib auferstanden sein, während Gnostiker und Mystiker von einem Glanzkörper und Vehikel aller überirdischen Mächte sprechen.
So ersteht vor dem Leser das plastische Bild des Feinkörpers, wie es seit den Ursprüngen der westlichen Tradition erfahren wurde. Das Buch belegt, dass der Westen nicht so arm an spiritueller Weisheit ist, wie es eine festgefahrene Wissenschaft immer noch glauben machen will.
Ein Essay des Übersetzers und Sachbuchautors Ernst R. Wälti bringt die Forschungen Meads in einen Kontext zur zeitgenössischen Wissenschaft.
G. R. S. Mead (1863-1933) studierte am St John's College der Cambridge University in England. Er zählte zu den größten Gelehrten der Theosophischen Gesellschaft, die er aber 1909 wegen der unerfreulichen Entwicklungen verließ. Er publizierte sechzehn Werke, darunter die seinerzeit Bahnbrechenden Studien und Übersetzungen, z.B. von und über Hermes Trismegistus, Apollonius von Tyana, Orpheus sowie Quellentexte der Gnosis.
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